Zertrennlich – Saskia Sarginson

Zertrennlich

Inhalt:
„Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen.
Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?“

Die eineiigen Zwillinge Isolte und Viola wachsen mit ihrer Hippiemutter inmitten der Natur als Selbstversorger auf. Die beiden Mädchen sind unzertrennbar, sie haben sich selbst und das scheint ihnen zu genügen, bis sie Michael und John, ebenfalls Zwillinge, kennen lernen. Die vier verbringen soviel Zeit sie können, im Wald, miteinander. Die Anfangs unbekümmerte Freundschaft wird immer schwieriger.
Ihre Mutter, die sich sonst um nichts gekümmert hat uns sich in den Alkohol flüchtete, lernt plötzlich einen Mann kennen, der ihr Leben auf den Kopf krempelt. Plötzlich müssen sich Viola und Isolte umschauen und können nicht mehr so unbekümmert wie vorher sein. Ausserdem haben sie jetzt immer öfters die kleine Tochter dieses Mannes am Hals, was ihnen gar nicht passt. Sie wollen ihr altes Leben zurück. Das Leben, indem sie ihrer Mutter genügten, in dem sie nur sie drei waren.
An diesem Gedanken halten sie fest, bis eines Abend ein Unglück passiert, dass die beiden meilenweit voneinander trennt.
Jahre später liegt die schwer untergewichtige und lebensmüde Viola in einem psychiatrischen Krankenhaus, während die lebenshungrige Isolte als erfolgreiche Modejournalistin arbeitet.
Doch auch ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie ihren Job verliert.
Infolgedessen beginnt eine Reise zu den Wurzeln ihrer Kindheit. 

Meine Meinung:
Eine Urlaubslektüre die ich an einem halben Tag gelesen habe. Sonne, Strand und ein Bucht, dass sich flüssig lesen lässt.
Violas und Isoltes Leben wird in zwei verschiedenen Zeiten erzählt. Es kommen immer wieder lange Vergangenheitsrückblenden, die so nach und nach kleinerer „Aha-momente“ verschaffen.
Isolte und Viola hatte weißgott keinen einfachen Lebensstart und doch haben sie sich zusammen eine wunderbare Kindheit geschaffen. Davon ist in der Gegenwart leider nicht mehr viel übrig und die beiden Zwillinge entfernen sich immer mehr.
Ich muss sagen, dass ich zu Viola keine Verbindung aufbauen konnte oder wollte. Dieses Aufgeben hat mich einfach nur sauer gemacht.
Viel lieber habe ich die lebensfrohe Isolte begleitet. Bei ihr konnte ich Kummer und Sorgen viel besser nachempfinden. Das Leben hat mir einfach besser gefallen als das Aufgeben.
Erst gegen Ende konnte ich mich auch für Viola erwärmen.
Eine schwierige Thematik in einem Jugendbuch verpackt.
Ich kann gar nicht recht sagen wieso, aber es war „schön“ zu lesen, mehr aber auch nicht.

Fazit:
Ganz nett, mehr aber auch leider nicht

Leseratte_3_Punkte

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Jäger der Nacht – Nalini Singh

Inhalt:
Die junge Faith NightStar wird von dunklen Visionen voller Blut und Tod heimgesucht, die ihr große Angst machen. Denn Faith ist eine V-Mediale, die die Fähigkeit besitzt, die Zukunft vorherzusehen. Werden ihre Visionen womöglich schon bald Wirklichkeit? Da begegnet ihr der gut aussehende Gestaltwandler Vaughn D’Angelo, der ungeahnte Gefühle in ihr erweckt. Vaughn kann die Gestalt eines Jaguars annehmen, und seine animalische Seele fühlt sich unwiderstehlich zu Faith hingezogen. Doch wie kann er sich ihr nähern, wenn Faith schon bei dem Gedanken an die Leidenschaft, die er in ihr entfesseln könnte, an den Rand des Wahnsinns gerät?

Die V-Mediale Faith hat ganz besondere Fähigkeiten. Sie trifft annähernd exakte wirtschaftliche Vorhersagen, die der NightStar Clan sehr gewinnbringend einsätzen kann. Deshalb ist sie für den Rat von großer Bedeutsamkeit. Es passiert jedoch immer öfter, dass sie auch gwaltsame, dunkle Dinge sieht, die die vorherschende Gefühlslosigkeit einer Medialen zu zerstören drohen . Faith hat Angst, dass sie verrückt wird und dem Rat ausgeliefert ist. Dieser würde sie einer Gehirnwäsche unterziehen und alles, was sie ausmacht zerstören.
Sie macht sich auf die Suche nach Sarah Duncan, die dem Medialnetz vor einiger Zeit entkommen konnte und nun an der Seite des Anführers Lucas mit den Dark River Leoparden zusammen lebt. Wenn ihr einer helfen kann, dann sie.
Während ihrer Suche trifft sie auf Vaughn, ein Gestaltwandler und Mitglied der Dark River Leoparden, der ihr anfangs schmerzlich bewusst macht, dass sie Gefühle – Angst – hat. Auch das dürfte nicht sein und lässt sie an den Wahrheiten des Rats zweifeln. Sie ist hin und hergerissen und muss sich zwischen zwei „Welten“ entscheiden.
Vaughn spielt dabei keine kleine Rolle.

Meine Meinung:
In „Leopardenblut“ durfte ich Sarah aus dem Weg des fesselnden, gefühlskalten Medialnetzes in die warmen Arme des Leopardenanführes Lucas und seines Rudels fliehen sehen. Von Nalini Singhs eigener Welt, die aus zwei kompett gegensätzlichen „Rassen“ besteht und die knisternde, warme Liebesgeschichte einer eigentlich Gefühlskalten Medialen und Lucas hat mich total in ihren Bann gezogen.
Diese Entdeckungsreise bleibt einem in einem Folgeband dann doch leider verwehrt. Fand man im ersten Band noch alles neu und spannend, ist es im zweiten Band eben gegeben. Der anfängliche Zauber bleibt also aus. Trotzdem musste ich „Jäger der Nacht“ verschlingen. Auch Vaughn und Faith habe ich gerne kennen und lieben gelernt.
Ich mag Nalini Singhs Erzählstil und die Protagonisten, die sie einen entdecken lässt.
Schade finde ich allerdings, dass man von dem Rest des Clans, insbesondere der Leopardenfamilie, so wenig gelesen hat.

Fazit:
Weiterlesen!
Leseratte_5_Punkte

Fallen Angels: Die Ankunft (Band 1) – J.R. Ward

J. R.  Ward - Fallen Angels - Die Ankunft

Inhalt:
„Seit Anbeginn der Zeit herrscht Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Nun wurde ein gefallener Engel dafür auserwählt, den Kampf ein für alle Mal zu entscheiden. Sein Auftrag: Er soll die Seelen von sieben Menschen erlösen. Sein Problem: Ein weiblicher Dämon macht ihm dabei die Hölle heiß …

Zugegeben, Jim Heron ist weit vom Idealbild eines himmlischen Kriegers entfernt. Sünde ist für ihn ein ziemlich dehnbarer Begriff, und Engel sind für ihn eine Biker-Gang oder Blondinen im Negligé. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er zu einem „Gefallenen Engel“ ernannt wird, der auf der Erde die letzte Schlacht gegen die Mächte der Finsternis schlagen muss. Dafür soll er sieben Menschen erlösen. Dass sein erster „Fall“, ein skrupelloser Geschäftsmann, nicht nur seine Seele an die dunkle Seite verkauft hat, sondern sich auch noch in eine turbulente Affäre verwickelt, macht es für den Engel nicht einfacher. Und dann wird auch noch ein Dämon ausgesandt, um Jims Pläne zu vereiteln – eine weibliche Furie in hautengem Lederdress, mit heißen Kurven und einem Blick wie aus Feuer. Ob Jim will oder nicht, der finale Kampf zwischen Finsternis und Licht ist eröffnet …“

Jim und Vin könnten nicht unterschiedlicher sein. Vin schwimmt in Geld und schmeißt auch gerne damit um sich herum. Sei es der Ring für Zweimillionen für seine Freundin oder die riesen Wohnung, die er bauen lässt.
Jim hingegen arbeitet hart, auf dem Bau, für sein Geld und kann sich nur eine Absteige leisten.
Die Wege der beiden kreuzen sich erstmals, als Vin Jim für den Bau seines neuen Heims beauftragt.
Nach seiner Geburtstagsfeier, die er mit zwei Freunden in einer etwas anderen Kneipe verbringt, verfolgt ihn eine umwerfende Frau, die ihn verführt. Das dumme: Am nächsten Tag kommt diese Frau in Begleitung seines Auftragsgebers auf den Bau. Jim ist so perplex, dass er stolpert und wird von einem Stromschlag erfasst, den er nicht überlebt.

Im Krankenhaus kriegt er Besuch von 4 merkwürdigen Engeln besucht, die ihn ganz schön verwirren. Er soll ein Auserwählter sein, der die Seelen von 7 Menschen retten soll.
Sein erster „Auftrag“ ist Vin.

Meine Meinung:
Da ich Black Dagger liebe, musste ich einfach zugreifen, als ich das Angebot für die ersten drei Bände von Fallen Angels bekam.
Ich war zwar nicht sofort so begeistert, da die Erwartungen sehr hoch lagen, aber nach und nach konnte ich mich mit der neuen Reihe anfreunden und bin nun gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit:
An J.R. Ward kommt man einfach nicht vorbei

Leseratte_3_Punkte

Monatsrückblick September 2015

Gelesen:
Schaut nicht zurück – Wiley Cash
Zertrennlich – Saskia Sarginson
Phobia – Wulf Dorn
Numbers (3): Den Tod im Griff – Rachel Ward
Ewiglich (1): die Sehnsucht – Brodi Ashton

Rezensiert:
Hope Forever – Colleen Hoover
Der beste Freund, den man sich denken kann – Matthew Dicks

Geliehen:
Zertrennlich – Saskia Sarginson
Phobia – Wulf Dorn
Numbers (3): Den Tod im Griff – Rachel Ward
Dunkler Wahn – Wulf Dorn

Monatsrückblick August 2015

Ich habe zwar immer noch viel zu tun, aber man merkt, dass ich Semesterferien habe 😉

Gelesen:
Es – Stephen King
Jäger der Nacht – Nalini Singh
Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen – Hannah Green
Die verborgenen Insignien des Pan – Sandra Regnier
Ewige Liebe – J.R. Ward
Die Dämonenfängerin: Band 1 Aller Anfang ist Hölle – Jana Oliver
Eine wie Alaska – John Green
Allein die Angst – Loise Millar

Rezensiert:
Wunder – Raquel J. Palacio

Gekauft:
Effortless: Einfach verliebt – S.C. Stephens
Careless: Ewig verbunden – S.C. Stephens
Dr. Mambuse: Der Spieler & Dr. Mabuses letztes Spiel

Geliehen:
Aufgrund der zahlreichen Seminararbeiten habe ich mir endlich einen Bibliotheksausweis machen lassen und schone so zusätzlich ein wenig mein Geldbeutel 😉
Eine wie Alaska – John Green
Allein die Angst – Loise Millar
Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen – Hannah Green (Fhbibfund)
Schaut nicht zurück – Wiley Cash

 

Der beste Freund, den man sich denken kann – Matthew Dicks

Der beste Freund, den man sich denken kann

Inhalt:
„Budo ist ein imaginärer Freund – kein leichter Job, ist er doch ausgerechnet der imaginäre Freund von Max. Und der hat massenhaft Probleme. Mit den Eltern, in der Schule und vor allem mit sich selbst. Doch erst, als eine Lehrerin etwas Unheimliches im Schilde führt, muss Budo gravierender in die reale Welt eingreifen als ihm lieb ist.“

Budo ist der beste Freund des zehnjährigen Max. Sechs Jahre gibt es Budo nun schon. Er ist ein immaginärer Freund, der, im Gegensatz zu seinen Artgenoßen wie ein richtiger kleiner Junge aussieht und sich auch so benimmt. Er wurde nicht, wie für kleine Jungen üblich, mit fehlenden Körperteilen oder in ungleichmäßigen Proportionen erdacht. Nein, er wurde von Max erschaffen. Max, der jedes Detail genauestens getroffen hat und Max, der Budo langfristig braucht. Normalerweise haben immaginäre Freunde keine lange Lebensdauer. Das ist bei Budo anders. Max ist autistisch und Budo ist eine feste Konstante, die er nicht los lassen kann. Das ist für seine Eltern beunruhigend, zeichnet sich aber als sehr hilfreich heraus, als Max durch eine Lehrerin in Gefahr gerät. 

Meinung:
„Der beste Freund den man sich wünschen kann“ ist nur dank Mängelexemplar in meinen Einkaufswagen gekommen. Ein Zufall, der sich als sehr lohnenswert herausstellte.
Zugegeben, das Buch hat einen sehr kindlichen Charakter und der Schreibstil ist keine Herausforderung, ich fand das aber überhaupt nicht störend. Es passt zu der Geschichte und der Problematik. Es zeigt ein äußerst sensibeles Thema auf spielerische Weise. Es ist keine drückende Erzählung von einem autistischen Jungen, der so in seiner Welt gefangen ist, dass er über die übliche Zeit hinaus von einem immaginären Freund begleitet werden muss, sondern es zeugt von einer wunderbaren Freundschaft, eine wirklich niedliche Erzählung, durch die man am Rande auf das eigentliche Thema trifft.

Budo ist auf der einen Seite in seiner Ausdrucksweise sehr kindlich, auf der anderen Seite trägt er aber auch die Denkensweise eines Erwachsenen mit sich. Diese ambilvalenz finde ich im Bezug auf ein autistisches Kind sehr treffend.

Zwischendurch erfährt man immer wieder etwas über Budos kleine Abenteuer. Er kann sich nämlich frei bewegen. Wenn Max schläft oder anderweitig beschäftigt ist und ihn nicht benötigt, erkundet er die Umgebung und trifft so zum Beispiel auch andere immaginäre Freunde, die bei weitem nicht so ausgebildet sind wie er (die eher dem entsprechen, was sich ein kleines Kind erschafft). Sie alle haben keine lange Lebensdauer und verblassen mit der Zeit, wenn ihre Kinder lernen, mit anderen in Kontakt zu treten und sie zu vergessen. Das macht Budo enorme Angst, was dazu führt, dass er, obwohl er Max helfen möchte, manchmal dafür sorgt, das Max ihn auch ja weiterhin braucht (womit er ihm wiederum nichts gutes tut).

Manch einem scheint die Umsetzung von Matthew Dicks auf die Nerven zu gehen. Ich finde es aber gerade im Bezug auf das Thema sehr gut gelungen und es sorgt dafür, dass man sich einfach durch das Buch treiben lassen kann.
Ich mag diese süße unschuldige Art.

Fazit:
Ein wirklich süßes Buch über eine wunderbare Freundschaft, die auf spielerische Art und Weise die Welt eines autistischen Kindes widerspiegelt.
Vielleicht nicht für jeden geeignet. Ich fand es aber wunderbar.
Leseratte_5_Punkte


Hope Forever – Colleen Hoover

Hope Forever von Colleen Hoover

Inhalt:
„Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann.

Karen, Skys Adoptivmutter, hält nichts von der heutigen Technik. Darum gibt es bei ihnen zu Hause weder Internet, Fernseher, Radio noch ein Telefon, geschweige denn ein Handy. Zusätzlich unterrichtete Karen Sky bisher zu Hause.
Bisher hat Sky nicht viel vermisst. Sie wurde liebevoll von Karen groß gezogen, lebte, bis auf die Nachbarstochter Six, jedoch sehr isoliert. Mit dieser hat sie sich des öfteren mit Jungen getroffen. Gefühlt hat sie dabei jedoch nichts.
Nun möchte sie aber doch noch das Schulleben schnuppern und schafft es Karen zu überreden. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, da ihre Freundin nach Italien geht und die zweite Bezugsperson wegfällt.
Der Start in der Schule ist für Sky jedoch alles andere als einfach. Durch die vielen Bekanntschaften mit Jungs hat sie sich einen Ruf erarbeitet, der ihr definitiv nicht gerecht wird.
In Brecking, einem schwulen Mormonen, findet sie schnell einen sehr guten Freund, der ihr den Schulalltag erleichtert und der für sie sehr wichtig wird.
Der geheimnisvolle Dean Holder ist jedoch derjenige, der ihre Gefühlswelt ins wanken bringt.

Meine Meinung
Ein Buch, was man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe es schon vor einiger Zeit gelesen, wollte es rezensieren, habe aber einfach nicht die richtigen Worte finden können. Hope Forever hat meine Gefühlwelt, wie die von Sky, ganz schön ins wanken gebracht. Am Anfang war das lesen einfach. Ein netter, seichter Einstieg, sogar ein bisschen dümpelnd. Doch im Laufe des Buches veränderte sich das Leseerlebnis.
Auf der einen Seite ist da die wunderschöne Liebesgeschichte. Das Anbandeln, das Streiten, das Annähern und immer intensiver werden von Sky und Holders Liebe. Aber genau das ist es, was alles so verdammt schwierig werden lässt. Sky ist nicht mehr nur taub. Durch Holder erwachen Gefühle, die sie gut abgeschottet hatte, so gut, dass sie sie selbst vergessen hat. Sie prallen mit voller Wucht auf sie ein, so stark, dass sie gezwungen ist, sich mit ihrer Geschichte auseinander zu setzen.
Holder geht es nicht anders. Die beiden verbindet soviel mehr, als sie am Anfang erahnen konnten.
Auch Karens Welt beginnt zu bröckeln. Da hat sie sich und Sky jahrelang eine heile Welt aufgebaut, sich hinter vermeintlichen Überzeugungen versteckt, Sky beschützt und nun stürzt alles ein.

Man taucht in Skys Gefühlswelt ein. Ein Buch voller Tränen, Wut, Hoffnung, Liebe, Verzweiflung, Schmerz. Ganz viele schreckliche Emotionen, die ich nicht von mir abwenden konnte. Am Ende überwiegte dann aber die Gewissheit, dass man jede Medaille umdrehen kann. Man kann nicht auslöschen, aber man kann heilen.

Looking for Hope, dass Dean Holders Gedanken und Gefühle des ganzen zeigt, habe ich danach auch noch gelesen. Normalerweise mag ich es nicht so gerne, wenn eine Geschichte in zwei Bänden geschrieben wird. Oft ist es einfach langweilig nach dem Motto „mir fällt nichts anderes mehr ein, also beleuten wir es noch von einer anderen Seite“. In diesem Fall musste ich es aber auch verschlingen und finde es gut, die Geschichte dahinter (davor) zu erfahren.

Fazit:
Zunächst dümpelt die Geschichte etwas vor sich hin. Ein Einlesen, was ich aber nicht langweilig fand. Eher die Ruhe vor dem Sturm, die ich vor der Emotionsflut gut gebrauchen konnte.
Ein schwieriges Thema in einer schönen Liebesgeschichte verpackt. Wunderschön und Schmerzhaft.

Leseratte_5_Punkte