Monatsrückblick August 2015

Ich habe zwar immer noch viel zu tun, aber man merkt, dass ich Semesterferien habe 😉

Gelesen:
Es – Stephen King
Jäger der Nacht – Nalini Singh
Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen – Hannah Green
Die verborgenen Insignien des Pan – Sandra Regnier
Ewige Liebe – J.R. Ward
Die Dämonenfängerin: Band 1 Aller Anfang ist Hölle – Jana Oliver
Eine wie Alaska – John Green
Allein die Angst – Loise Millar

Rezensiert:
Wunder – Raquel J. Palacio

Gekauft:
Effortless: Einfach verliebt – S.C. Stephens
Careless: Ewig verbunden – S.C. Stephens
Dr. Mambuse: Der Spieler & Dr. Mabuses letztes Spiel

Geliehen:
Aufgrund der zahlreichen Seminararbeiten habe ich mir endlich einen Bibliotheksausweis machen lassen und schone so zusätzlich ein wenig mein Geldbeutel 😉
Eine wie Alaska – John Green
Allein die Angst – Loise Millar
Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen – Hannah Green (Fhbibfund)
Schaut nicht zurück – Wiley Cash

 

Der beste Freund, den man sich denken kann – Matthew Dicks

Der beste Freund, den man sich denken kann

Inhalt:
„Budo ist ein imaginärer Freund – kein leichter Job, ist er doch ausgerechnet der imaginäre Freund von Max. Und der hat massenhaft Probleme. Mit den Eltern, in der Schule und vor allem mit sich selbst. Doch erst, als eine Lehrerin etwas Unheimliches im Schilde führt, muss Budo gravierender in die reale Welt eingreifen als ihm lieb ist.“

Budo ist der beste Freund des zehnjährigen Max. Sechs Jahre gibt es Budo nun schon. Er ist ein immaginärer Freund, der, im Gegensatz zu seinen Artgenoßen wie ein richtiger kleiner Junge aussieht und sich auch so benimmt. Er wurde nicht, wie für kleine Jungen üblich, mit fehlenden Körperteilen oder in ungleichmäßigen Proportionen erdacht. Nein, er wurde von Max erschaffen. Max, der jedes Detail genauestens getroffen hat und Max, der Budo langfristig braucht. Normalerweise haben immaginäre Freunde keine lange Lebensdauer. Das ist bei Budo anders. Max ist autistisch und Budo ist eine feste Konstante, die er nicht los lassen kann. Das ist für seine Eltern beunruhigend, zeichnet sich aber als sehr hilfreich heraus, als Max durch eine Lehrerin in Gefahr gerät. 

Meinung:
„Der beste Freund den man sich wünschen kann“ ist nur dank Mängelexemplar in meinen Einkaufswagen gekommen. Ein Zufall, der sich als sehr lohnenswert herausstellte.
Zugegeben, das Buch hat einen sehr kindlichen Charakter und der Schreibstil ist keine Herausforderung, ich fand das aber überhaupt nicht störend. Es passt zu der Geschichte und der Problematik. Es zeigt ein äußerst sensibeles Thema auf spielerische Weise. Es ist keine drückende Erzählung von einem autistischen Jungen, der so in seiner Welt gefangen ist, dass er über die übliche Zeit hinaus von einem immaginären Freund begleitet werden muss, sondern es zeugt von einer wunderbaren Freundschaft, eine wirklich niedliche Erzählung, durch die man am Rande auf das eigentliche Thema trifft.

Budo ist auf der einen Seite in seiner Ausdrucksweise sehr kindlich, auf der anderen Seite trägt er aber auch die Denkensweise eines Erwachsenen mit sich. Diese ambilvalenz finde ich im Bezug auf ein autistisches Kind sehr treffend.

Zwischendurch erfährt man immer wieder etwas über Budos kleine Abenteuer. Er kann sich nämlich frei bewegen. Wenn Max schläft oder anderweitig beschäftigt ist und ihn nicht benötigt, erkundet er die Umgebung und trifft so zum Beispiel auch andere immaginäre Freunde, die bei weitem nicht so ausgebildet sind wie er (die eher dem entsprechen, was sich ein kleines Kind erschafft). Sie alle haben keine lange Lebensdauer und verblassen mit der Zeit, wenn ihre Kinder lernen, mit anderen in Kontakt zu treten und sie zu vergessen. Das macht Budo enorme Angst, was dazu führt, dass er, obwohl er Max helfen möchte, manchmal dafür sorgt, das Max ihn auch ja weiterhin braucht (womit er ihm wiederum nichts gutes tut).

Manch einem scheint die Umsetzung von Matthew Dicks auf die Nerven zu gehen. Ich finde es aber gerade im Bezug auf das Thema sehr gut gelungen und es sorgt dafür, dass man sich einfach durch das Buch treiben lassen kann.
Ich mag diese süße unschuldige Art.

Fazit:
Ein wirklich süßes Buch über eine wunderbare Freundschaft, die auf spielerische Art und Weise die Welt eines autistischen Kindes widerspiegelt.
Vielleicht nicht für jeden geeignet. Ich fand es aber wunderbar.
Leseratte_5_Punkte


Hope Forever – Colleen Hoover

Hope Forever von Colleen Hoover

Inhalt:
„Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann.

Karen, Skys Adoptivmutter, hält nichts von der heutigen Technik. Darum gibt es bei ihnen zu Hause weder Internet, Fernseher, Radio noch ein Telefon, geschweige denn ein Handy. Zusätzlich unterrichtete Karen Sky bisher zu Hause.
Bisher hat Sky nicht viel vermisst. Sie wurde liebevoll von Karen groß gezogen, lebte, bis auf die Nachbarstochter Six, jedoch sehr isoliert. Mit dieser hat sie sich des öfteren mit Jungen getroffen. Gefühlt hat sie dabei jedoch nichts.
Nun möchte sie aber doch noch das Schulleben schnuppern und schafft es Karen zu überreden. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, da ihre Freundin nach Italien geht und die zweite Bezugsperson wegfällt.
Der Start in der Schule ist für Sky jedoch alles andere als einfach. Durch die vielen Bekanntschaften mit Jungs hat sie sich einen Ruf erarbeitet, der ihr definitiv nicht gerecht wird.
In Brecking, einem schwulen Mormonen, findet sie schnell einen sehr guten Freund, der ihr den Schulalltag erleichtert und der für sie sehr wichtig wird.
Der geheimnisvolle Dean Holder ist jedoch derjenige, der ihre Gefühlswelt ins wanken bringt.

Meine Meinung
Ein Buch, was man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe es schon vor einiger Zeit gelesen, wollte es rezensieren, habe aber einfach nicht die richtigen Worte finden können. Hope Forever hat meine Gefühlwelt, wie die von Sky, ganz schön ins wanken gebracht. Am Anfang war das lesen einfach. Ein netter, seichter Einstieg, sogar ein bisschen dümpelnd. Doch im Laufe des Buches veränderte sich das Leseerlebnis.
Auf der einen Seite ist da die wunderschöne Liebesgeschichte. Das Anbandeln, das Streiten, das Annähern und immer intensiver werden von Sky und Holders Liebe. Aber genau das ist es, was alles so verdammt schwierig werden lässt. Sky ist nicht mehr nur taub. Durch Holder erwachen Gefühle, die sie gut abgeschottet hatte, so gut, dass sie sie selbst vergessen hat. Sie prallen mit voller Wucht auf sie ein, so stark, dass sie gezwungen ist, sich mit ihrer Geschichte auseinander zu setzen.
Holder geht es nicht anders. Die beiden verbindet soviel mehr, als sie am Anfang erahnen konnten.
Auch Karens Welt beginnt zu bröckeln. Da hat sie sich und Sky jahrelang eine heile Welt aufgebaut, sich hinter vermeintlichen Überzeugungen versteckt, Sky beschützt und nun stürzt alles ein.

Man taucht in Skys Gefühlswelt ein. Ein Buch voller Tränen, Wut, Hoffnung, Liebe, Verzweiflung, Schmerz. Ganz viele schreckliche Emotionen, die ich nicht von mir abwenden konnte. Am Ende überwiegte dann aber die Gewissheit, dass man jede Medaille umdrehen kann. Man kann nicht auslöschen, aber man kann heilen.

Looking for Hope, dass Dean Holders Gedanken und Gefühle des ganzen zeigt, habe ich danach auch noch gelesen. Normalerweise mag ich es nicht so gerne, wenn eine Geschichte in zwei Bänden geschrieben wird. Oft ist es einfach langweilig nach dem Motto „mir fällt nichts anderes mehr ein, also beleuten wir es noch von einer anderen Seite“. In diesem Fall musste ich es aber auch verschlingen und finde es gut, die Geschichte dahinter (davor) zu erfahren.

Fazit:
Zunächst dümpelt die Geschichte etwas vor sich hin. Ein Einlesen, was ich aber nicht langweilig fand. Eher die Ruhe vor dem Sturm, die ich vor der Emotionsflut gut gebrauchen konnte.
Ein schwieriges Thema in einer schönen Liebesgeschichte verpackt. Wunderschön und Schmerzhaft.

Leseratte_5_Punkte

Wunder – Raquel J. Palacio

Wunder

Inhalt:
„August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist – wie August.“

Der kleine August Pullmann wurde bisher von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Grund dafür ist eine Erkrankung, die sein Gesicht regelrecht entstellt – das Treacher-Collins-Syndrom. August musste in seinem Leben schon etliche Operationen erleiden, die ihm zwar halfen, besser zu essen und zu sprechen, jedoch nicht dazu führten, das Gesicht so herzustellen, dass er nicht ständig angegafft wird. Aufgrund der viele Krankenhausaufenthalte und um ihren Sohn vor den Blicken und bösen Kommentaren zu schützen, hat seine Mutter es für besser empfunden, in selbst zu unterrichten.
Nun ist August 10 Jahre alt und seine Eltern haben sich schweren Herzens dazu entschieden, ihn fortan auf eine Regelschule zu schicken.
Für August, seine Schwester Via und seine Eltern beginnt eine schmerzliche aber auch aufregende, bereichernde Reise.

Meinung:
So ein wunderschönes, schmerzliches und aufmunterndendes Buch über einen großartigen Jungen, der es absolut nicht leicht hat, der viel einstecken muss, sich verkriechen möchte und doch aufsteht und lernt das Leben zu erkunden, stark zu sein, Normalität zu leben, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Ich habe „Wunder“ bereits vor einiger Zeit im Buchhandel begonnen. Damals bin ich ungefähr bis Seite 80 gekommen und der kleine August hat mich einfach nicht mehr los gelassen. Nun, da ich im Besitz dieses „Wunder(s)“ bin, konnte ich mich nochmal in August Welt hinein lesen und endlich endlich erfahren, wie sich August in der Schule – im Leben macht.

August hat es von Anfang an nicht leicht, aber er hat etwas ganz wichtiges – eine Familie, die ihn bedingungslos liebt und die ihm zeigt, wie „schön“ er ist.
August möchte nicht gesehen werden. Zu schmerzlich sind die Blicke und die Kommentare. Bisher hat seine Mutter seinem Wunsch entsprochen. Sie hat ihr Leben für August umgekrempelt und unterrichtet ihn zu Hause. Dass sie ihrem Sohn damit langfristig keinen Gefallen tut, bemerkte sie wohl und entschied sich mit ihrem Mann, August endlich – wie jedes Kind – in die Schule zu schicken. Diese Entscheidung ist nicht nur für August schwer und wird mehr als einmal hinterfragt. Seine ältere Schwester Via schottet sich indes immer mehr ab.
Kämpfen und Durchhalten ist hier die Divise. Das ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich! 

Ich habe August sofort in mein Herz geschlossen. Sein trockener Humor und die Art, seine Gefühle und sein Denken auszudrücken ist faszinierend. Auch er hat momente, in denen man in einfach kurz durchschütteln möchte, weil er dann nur sein Leid vor Augen hat. Aber man muss bedenken, dass er erst 10 Jahre alt ist und dass er in diesen jungen Jahren soviel leid erfahren musste, wie manch andere in seinem ganzen Leben nicht.

August Eltern sind einfach super. Solche Eltern wünsche ich jedem Kind! Was die beiden alles mittragen müssen, es August aber niemals vorhalten und ihn lieben. Ihn, ihren wunderbaren, wunderschönen Jungen.

Via bleibt dabei ein wenig auf der Strecke und ich kann verstehen, dass sie sich immer mehr zurück zieht. Auch wenn sie das Glück hat, gesund zu sein und ein Leben in „Freiheit“ zu führen, Freundschaften zu knüpfen, sollte man nicht außer Acht lassen, dass bei ihr nicht immer alles gut laufen muss und auch sie Zuwendung braucht.

Ein sehr bewegendes Buch, dass ein ernstes Thema behandelt, bei dem das Lachen aber auch nicht auf der Strecke bleibt.
Dadurch, dass die Charaktere abwechselnd die Erzähler sind, bekommt man einen noch intensiveren Eindruck und schließt nicht nur Auggie ins Herz.

Man lernt nie aus – auch emotinal nicht.

Fazit:
Mit „Wunder“ ist Raquel J. Palacio ein wunderschönes, einfühlsames Jugendbuch gelungen, dass sich jeder zu Herzen nehmen sollte. Wunder hat mich bereichert und vielleit lehrt es einigen, was wirkliche Schönheit und auch Freundschaft bedeutet.
Eine eindeutige Leseempfehlung für jung und alt!
Leseratte_5_Punkte

Monatsrückblicke Juni + Juli 2015

Ich merke immer wieder bestürzt, wie ruhig es hier geworden ist. Das Studium nimmt mich einfach total ein. Das zeigt sich auch in meiner Lesestatistik. Und doch hoffe ich noch immer, dass bald soviel Routine rein kommt, dass ich auch den Blog wieder mehr füllen kann.

Juni:

Gelesen:
Thoughtless: erstmals verführt – S.C. Stephens
Looking for Hope – Collen Hoover
Eene Meene – M.J. Arlidge
Wunder – Raquel J. Palacio
Weil ich euch liebte – Linwood Barclay

Rezensiert:
Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit – Veronica Roth


Juli:

Gelesen:
Nur einen Horizont entfernt – Lori Nelson Spielman
Starters – Lissa Price

Gekauft:
Tanz auf Glas – Ka Hancock

Monatsrückblicke April + Mai 2015

April:

Gelesen:
Black Dagger: Blutopfer – J.R. Ward
Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit – Veronica Roth
Hope Forever – Collen Hoover

Rezensiert:
Love You Hate You Miss You – Elisabeth Scott
Leopardenblut – Nalini Singh

Gekauft:
Jäger der Nacht – Nalini Singh
Wunder – Raquel J. Palacio

Mai:

Gelesen:
Der beste Freund, den man sich denken kann – Matthew Dicks
Ares – Larissa Ione
Das Kind – Sebastian Fitzek
Effi Briest – Theodor Fontane

Rezensiert:
Black Dagger: Blutopfer – J.R. Ward
Das Kind – Sebastian Fitzek

Gekauft:
Das Kind – Sebastian Fitzek
Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt – M.J. Arlidge

Die Bestimmung (Band 2): Tödliche Wahrheit – Veronica Roth

Veronica  Roth - Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Inhalt:

„Der Aufstand hat begonnen …

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden…“

Meinung:
Band 1 ist an mir irgendwie total vorbei geflogen. Ich wurde erst zum Kinofilm auf die Triologie von Veronica Roth aufmerksam. Das Buch habe ich auf englisch gewonnen, hatte aber nicht die Muße, mich da rein zu denken und bin lieber gleich in den Film gegangen. Nachdem ich wirklich begeistert war, habe ich mir die Fortsetzung zulegen müssen, die aber irgendwie noch länger auf meinem SuB stand. Nicht weil es mich nicht interessierte, aber irgendwie gab es so viel anderes, was ich noch vorher lesen wollte.
Irgendwann kam dann aber „Tödliche Wahrheit“ an die Reihe. Und das wars dann auch irgendwie. Wenn mich ein Buch fesselt, muss es ganz schnell gelesen werden. Das war hier leider nicht so.
Zwar beginnt es, wo es vorher endete, aber irgendwie passiert im ersten Drittel nicht wirklich was, so dass ich das Buch – Zugunsten anderer- immer wieder weg gelegt habe.
Irgendwann hatte ich aber so ein schlechtes Gewissen, dass ich mich doch mal dran gesetzt habe. Und nachdem man sich eingelesen hat, geht es auch und irgendwann liest man dann auch gerne weiter.
„Tödliche Wahrheit“ ist nicht schlecht, aber meine Erwartungen lagen leider höher und ich konnte mich nicht wirklich erwärmen.

Es sind erst drei Tage seit dem Zusammenbruch -einschließlich des Todes von Tris Eltern- vergangen.
Tris hat es zwar geschafft, dass die Ferox nicht weiter wahrlos Menschen töten, da sie sie Simulation erfolgreich beendete, nichts desto trotz gibt es weitere Todesfälle und Probleme, mit denen sie, Four und die anderen Verbliebenden sich herum schlagen müssen. Die Geschehnisse haben Tris verändert. Anstatt sich an Four zu halten und gemeinsam stark zu sein, entfernen die beiden sich immer weiter von einander und legen den Fokus lieber auf den Kampf und die Probleme mit den Fraktionslosen. Die vielen Geheimnisse zwischen Ihnen machen die Beziehung sehr brüchig.
Als Unbestimmte ist Tris zusätzlich immer noch zwischen den Fraktionen. Die Stadt ist fast komplett in sich zerfallen und jeder möchte sie für sich gewinnen, Tris aber weiß nicht mehr, was sie für richtig oder falsch halten soll, da es so viele verschiedene Versionen gibt. Auch mit ihrem Bruder wird es sehr konfliktreich.

Nachdem der Beginn von „Tödliche Wahrheit“ so schleppend verläuft, fängt die Geschichte sich im Laufe der Zeit und das Buch hat doch seinen Daseinscharakter. Im ersten Teil haben mir die Charaktere deutlich besser gefallen, trotzdem konnte ich hier gefühlsmäßig in die Zerissenheit und Dunkelheit eintauchen und die Abgestumpftheit besser verstehen.

Das Finale möchte ich auf jedenfall noch lesen, jedoch hat mich der 2. Teil leider nicht so begeistert, dass dies sofort geschehen muss.

Fazit:
Zu Beginn sehr schleppend und enttäuschend, aber hat man sich erstmal durch die ersten 100 Seiten gekämpft, findet man nach und nach in die Welt von Tris, Four und Co. hinein.
Leseratte_3_Punkte