Als der Teufel aus dem Badezimmer kam – Sophie Divry

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Inhalt:

Die enddreißigerin Sophie arbeitet als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung. Da die Auftragslage aber schwierig ist, schwindet das Geld auf ihrem Konto. Rechnungen, die bezahlt werden wollen, häufen sich. Dies führt dazu, dass sie am Monatsende so gut wie pleite ist und vor der Frage steht, wie sie an Geld kommt um nicht zu verhungern. Toaster und Lieblingsbücher verkaufen erscheint ihr sinnvoller, als sich vor ihrer Familie und ihren Freunden zu „outen“. Dass sie als Schriftstellerin nicht leben kann, ist bitter. Kreativ, aber arbeitslos muss sie sich durchs Leben schlagen. Die Probleme mit dem Sozialamt und die Versuchungen, die an jeder Ecke warten, schildert sie in ihrem etwas anderen Buch.

Meinung:

Zu Beginn war ich zwar etwas irritiert von dem Schreibstil, jedoch hat mich der Umgang mit der Sprache und die Andersartigkeit dieses Buches fasziniert. Leider nam dies im Verlauf sehr ab und ich war am Ende nur noch genervt von den langen Aneinanderreihungen und der Ausdrucksweise der Autorin.

In das Thema findet man leicht hinein, da zur heutigen Zeit leider viele Menschen -auch trotz Arbeit- am Monatsende mit dem wenig verbliebenden Geld jonglieren müssen. Sie können sich kaum mehr genügend Lebensmittel kaufen, erliegen aber trotzdem den Verlockungen des Lebens, was dazu führt, dass man Rechnungen nicht zahlen kann, die sich Anhäufen und von Monat zu Monat belastender werden.

Sophie Divry begenet dem Thema mit einem gewissen Witz und Charme, durch den sie die Schwierigkeiten auflockert.

Leider übertreibt sie es meiner Meinung nach gegen Ende mit ihren zahllosen Andernanderreihungen und auch ihrer Ausdrucksweise. Das, was mich anfänglich noch fesseln konnte, war am Ende leider nur noch ein „ist das ihr Ernst???“

Fazit:
Für Leser, die mal etwas anderes, als herkömmliche Romane und Biographien (wenn es denn tatsächlich eine ist) lesen wollen, könnte „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ etwas sein. Anderen, die noch etwas von anständiger Sprache halten, würde ich von diesem Buch abraten.

Hätte ich dieses Buch nicht vorabgelesen, sondern mir gekauft, hätte ich mich masslos über das rausgeworfene Geld geärgert.

Ich war zunehmendst genervt und muss leider auch dementsprechend bewerten.
Leseratte_2_Punkte

 

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Der Preis, den man zahlt – Arturo Pérez-Reverte

Der Preis, den man zahlt

Der Roman „Der Preis, den man zahlt“ handelt in Spanien während des Bürgerkrieges 1936. Der Spion Lorenzo Falcó arbeitet dato für den Geheimdienst SNIO, für den er einen hoch angesehenen politischen Gefangenen befreien soll. Unter anderem soll ihn Eva Renger dabei unter die Arme greifen, die der Leser allerdings sehr spät kennen lernt. Daher viel es mir auch sehr schwer Symptahie für sie zu entwickeln.

Der Roman wird als ein packender Spionageroman angeworben, was ich allerdings nicht bestätigen kann. Es war kein schlechter Roman, aber eben auch überhaupt nicht packend oder mitreißend. Es war ein Buch, was gelesen wurde, mehr aber auch nicht.

Zwar ist sollte es “ der Auftakt zu einer Serie rund um den charismatischen Spion Lorenzo Falco“ sein und ich gebe Folgebänden von Serien meistens eine Chance, jedoch werde ich Falcó und seine „geheimen Missionen“ nicht weiter verfolgen.

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

Leseratte_2_Punkte

Monatsrückblicke Juni+Juli 2017

Juni:

Gelesen:
Eisige Umarmung (Psy Changeling, Band 3) – Nalini Singh
After passion (Band 1) – Anna Todd
Ich bin Malala: Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft – Malala Yousafzai & Christina Lamb
Bob, der Streuner: Die Katze, die mein Leben veränderte – James Bowen


Juli:

Gelesen:
13 Tage – V.M. Giambanco
Schattenkrone: Royal Blood (Band 1) – Eleanor Herman
When I’m gone – Abbi Glines
Der Totenflüsterer – Jamie Denton
Elisabeth wird vermisst – Emma Healey
Sommer unseres Lebens – Kirsten Wulf
9 Tage wach – Eric Stehfest

Gekauft:
9 Tage wach – Eric Stehfest
Ein Teil von uns – Kira Gembri
Love Letters to the Dead – Ava Dellaira
Perfekt Girl – Gilly Macmillan
Britt-Marie war hier – Fredrik Backmann
Der Rosie-Effekt – Graeme Simsion
Der Seelenbrecher – Sebastian Fitzek
Die Eisbärin – Matthias Gereon
Der Duft der Seerosen – John Kirsten

Vorablesen:
Sommer unseres Lebens – Kirsten Wulf


 

Sommer unseres Lebens – Kirsten Wulf

Den „Sommer unseres Lebens“ erlebten Hanne, Claude und Miriam vor 25 Jahren. Die drei jungen Frauen, die unterschiedlicher gar nicht sein konnten, haben sich aus unterschiedlichen Gründen für einen Sommer fernab der Heimat und der dortigen Probleme entschieden.
Hanne, die damals in einer Beziehung mit Jens war, der in seinem Jurastudium sehr viel Stress hatte, meldete sich auf Empfehlung ihres Mitbewohners bei einer Mitfahrgelegenheit nach Portugal an. So traff sie auf die Feministen Miriam, die die Portugalreise ursprünglich für eine Seminararbeit nutzen wollte. Claude, die per Anhalter ihrem Alltagsstress entfliehen wollte, sammelten sie kurzerhand mit ein.
Obwohl die 3 Frauen so unterschiedlich waren, hatten sie vor 25 Jahren einen wunderbaren Sommer, in dem sie sich versprachen, sich in 25 Jahren genau dort wieder zu treffen.
Sie feierten damals nämlich ihren gemeinsamen 25 Geburtstag und wollten dies mit 50 wiederholen.

Mittlerweile sind also 25 Jahre vergangen und die alleinerziehende Hanne hat dieses Versprechen nicht vergessen und setzt alle Hebel in Bewegung, um die beiden anderen an dieses Versprechen zu erinnern und sie zu der erneuten Reise zu bringen.
Miriam ist mittlerweile auch Mutter, Verheiratet und eine erfolgreiche Karrierefrau. Claude hingegen, die immer Musikerin werden wollte, führt nun das ehemalige Lokal ihrer Eltern. Beide Frauen sind nicht begeistert davon, einem „Kleine-Mädchen-Traum“ hinterherzujagen. Es bedarf viel Überredenskunst von Hanne, dass sich die 3 tatsächlich (unabhängig voneinander auf die erneute Reise nach Portugal machen.

Doch das Widersehen verläuft nicht so, wie es sich Hanne erhofft hatte. Die 3 Frauen haben sich sehr voneinander entfernt und nach und nach kommen Geheimnisse zum Vorschein, die eine erneute Annäherung zu vernichten drohen.

Ich bin froh, dass ich das Buch im Urlaub gelesen habe, sonst hätte ich so massives Fernweh bekommen, dass ich mich nicht richtig auf die Geschichte hätte konzentrieren können.
Kirsten Wulf beschreibt die Orte in Portugal so genau, dass man als Leser das Gefühl hat, selbst dabei zu sein. Auch die Beziehung und die Gefühle der drei Frauen bringt sie super herüber.

Dadurch dass sie zwischen den beiden Zeiten (vor 25 Jahren und jetzt) wechselt, entfädeln sich die Geheimnisse nach und nach. Ab und an merkt man erst nach ein paar Zeilen, dass sie jetzt in der andren Zeit schreibt und muss sich so seine Gedanken etwas entwirren. Das mag für manch einen nicht so angenehm sein, ich fand es aber sehr reizend, dass man sich dadurch Gedanken machte, die man aber schnell wieder fallen lassen konnte, um sich wiederum andere Gedanken zu machen, um hinter die Geheimnisse der 3 Frauen zu kommen.

Ich habe das Buch im Urlaub an einem Tag durchgelesen, da es nicht sonderlich dick ist und ich einfach so eine Sympathie für die 3 entwickelt habe, dass ich einfach wissen wollte, ob sie es nun schaffen, ihren gemeinsamen 50. zusammen zu feiern, oder ob sie durch die verschiedenen Lebensstile und die Geheimnisse keine Chance mehr dazu bekommen.

Eine absolute Leseempfehlung (insbesondere in der Urlaubszeit) von mir.

Leseratte_4_Punkte

(das Exemplar habe ich bei Vorablesen bekommen und das Buch ist daher erst am 17.08. erhältlich)

 

Monatsrückblicke, die sich auf Jahresrückblicke ausweiten

Wow, mir wird gerade bewusst, wie sehr (wie lange) ich meinen Block fast auf Eis liegen hatte. Mein letzter Monatsrückblick war von März 2016. Das ist schon bitter. Ich vermisse meinen Block, das viele Lesen und das Rezensieren, aber die Uni hat nun leider Vorrang.

Ich versuche trotzdem mal einen kleinen Rückblick (bis Mai 2017 nur vom Gelesenen):

April 2016:
Splitterherz – Bettina Belitz
Das Mädchen ohne Gesicht – Tami Hoag
Succubus Blues – Richelle Mead

Mai 2016:
Du hast mich krank gemacht – Julie Gregory

Juni 2016:
Fallen Angels 3: Der Rebell – J.R. Ward

Juli 2016:
Effortless: Einfach verliebt (Thoughless 2) – S.C. Stephens
Das Lavendelzimmer – Nina George

August 2016:
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Joachim Meyerhoff
Der Menschenmacher – Cody Mc Caiden

September 2016:
Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid – Fredrik Backmann
Scherbenpark – Alina Bronsky

Oktober 2016:
Glück, ich sehe dich anders: Mit behinderten Kindern leben – Melanie Ahrens
Careless: Ewig verbunden (Thoughless 3) – S.C. Stephens
Herz aus Jazz – Sara Lövestam
Der goldene Käfig: Das Rätsel der Magersucht – Hilde Bruch

November 2016:
Fremd-Körper – Gesa Herbst
Der Medicus – Noah Gordon
Der Augenjäger – Sebastian Fitzek
Ich schweige für dich – Harlan Coben
Das Ikarus-Projekt: Im Zwielicht Jackie Kessler und Caitlin Kittredge
Nur dein Leben – Peter James
Touched: Der Preis der Unsterblichkeit – Corrine Jackson
Blood Lily Chronicles: Erwachen – Julie Kenner
Gefangene der Angst – Dana Kilborne
Er kommt näher – RP Gates

Dezember 2016:
Dr. Mambuses letztes Spiel – Norbert Jacques
Die Tage in Paris – Jojo Moyes

Januar 2017:
Artikel 5 – Kristen Simmons
Dein Vater, mein Feind: Der Kampf einer Mutter um ihr entführtes Kind – Louise Monaghan
Das Geheimnis von Ella und Micha – Jessica Sorensen

Februar 2017:
Die Entscheidung – Charlotte Link
Blood Lily Chronicles 2: Zerissen –  Julie Kenner
Die Puppenmacherin – Max Bentow
Breathless 2: Geheime Lust – Maya Banks
Das Sehnen der Nacht – Lara Adrian
Der Circle – Dave Eggers
Im Herzen die Sünde – Lisa Unger

März 2017:
Splitterherz: Scherbenmond – Bettina Belitz
Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel – Holly-Jane Rahlens
Edens Asche – Monika De Giorgi

April 2017:
Nightschool 2: Der den Zweifel sät – C.J. Daugherty
Alle toten fliegen hoch: Amerika – Joachim Meyerhoff

Mai 2017:
Die philosophische Hintertreppe – Wilhelm Weischedel
Wenn das Eis zerbricht – Camilla Grebe
Die Jury – John Grisham
Das Rosie-Projekt – Graeme Simsion

Wenn das Eis zerbricht habe ich bei Vorablesen gewonnen.

Rezensiert: Wenn das Eis bricht

Gekauft (Mängelexeplare):
Bitterzart – Gabrielle Zevin
Mädchen für Alles – Charlotte Roche
ShadowDwellers 2: Magnus – Jacquelyn Frank

Wenn das Eis bricht

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Nachdem ich die Leseprobe von dem Schwedenkrimi „Wenn das Eis bricht“ gelesen und das Buch (inklusive Cover) in den Händen gehalten habe, habe ich mich total auf ein schönes, spannendes und auch schauriges Leseerlebnis gefreut.
Und wie man an den Sternen erkennen kann, hat mich die Autorin Camilla Grebe nicht enttäuscht.

Der Leser wird sofort in die Geschichte hinein katapultiert. Das Buch beginnt nämlich am mit der bestialischen Tat; zumindest mit ihrem Ergebnis – dem Fund der Leiche. Genauer ausgedrückt ist das erste was man erfährt, dass der abgetrennte Kopf einer Frau das erste „Fundstück“ ist. Er wurde so aufgestellt, dass der Finder mit betreten der Wohnung direkt in das Gesicht schaut.
Schauplatz ist die Wohnung von Jesper Orre, einem skrupellosen Geschäftsmann, der nicht aufzufinden ist.

Mit dem Fall beschäftigt sich ein Ermittlerteam rund Peter Lindgren. Da es 10 Jahre zuvor einen ähnlichen Fall gab, wird die einstige Kriminalpsychologin Hanne mit ins Boot geholt. Dass Peter und Hanne eine schwierige gemeinsame Vergangenheit haben und dass Hanne den Fall trotz einer Alzheimerdiagnose annimmt, macht das unterfangen nicht einfacher.

Das Buch untergliedert sich in drei Erzählperspektiven (Peter, Hanne und Emma), die der Leser abwechselnd durchläuft. Durch Peters und Hannes Erzählungen kriegt der Leser Einblick in die Ermittlungen und in ihre eigenen Gefühlswelten, dadurch wird nicht nur immer wieder die Spannung aufgebaut, sondern der Leser hat die Möglichkeiten, Sympathien für die beiden aufzubauen, was für mich zu einem gelungendem Leseerlebnis dazu gehört.
Emmas „Erzählung“ beginnt 2 Monate vor dem Mord und arbeitet sich zu diesem hin. Es gibt also viele Rückblenden, durch die der Leser in die Vergangenheit der Charakter eintaucht. Die Vergangenheit ist für das Verständnis wichtig, verwirrt aber auch zunehmend. Diese Verwirrung mag für manch einen nicht das Richtige sein, ich liebe es jedoch, dass dadurch bis zum Ende Spannung erzeugt wird und ich mich auf dem ein oder anderem Irrweg wiederfinde.

Von meiner Seite gibt es eine eindeutige Lese-Empfehlung für die Bücherwürmer, die gerne in schaurige Mordermittlungen eintauchen, aber auch die Ermittler näher kennen – und vielleicht sogar lieben lernen wollen.

Leseratte_5_Punkte

 

Monatsrückblick März 2016

Gelesen:
Die Unzerbrechliche – Michelle Knight
Dr. Mambuse: Der Spieler – Norbert Jacques
Fallen Angels: Der Dämon – J.R. Ward

Gekauft:
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Joachim Meyerhoff
Dein Vater, mein Feind – Louise Monaghan
Scherbenpark – Alina Bronsky
Das Lavendelzimmer – Nina George
Nur dein Leben – Peter James

Ausgeliehen (Stadtbibliothek):
Stirb, mein Prinz -Tania Carver
Das Mädchen ohne Gesicht – Tami Hoag
Sie muss sterben – Susan Crawford
Schwesterherz – Felix Francis

Gefunden (an der Bushaltestelle):
Das Lavendelzimmer – Nina George