Wunder – Raquel J. Palacio

Wunder

Inhalt:
„August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist – wie August.“

Der kleine August Pullmann wurde bisher von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Grund dafür ist eine Erkrankung, die sein Gesicht regelrecht entstellt – das Treacher-Collins-Syndrom. August musste in seinem Leben schon etliche Operationen erleiden, die ihm zwar halfen, besser zu essen und zu sprechen, jedoch nicht dazu führten, das Gesicht so herzustellen, dass er nicht ständig angegafft wird. Aufgrund der viele Krankenhausaufenthalte und um ihren Sohn vor den Blicken und bösen Kommentaren zu schützen, hat seine Mutter es für besser empfunden, in selbst zu unterrichten.
Nun ist August 10 Jahre alt und seine Eltern haben sich schweren Herzens dazu entschieden, ihn fortan auf eine Regelschule zu schicken.
Für August, seine Schwester Via und seine Eltern beginnt eine schmerzliche aber auch aufregende, bereichernde Reise.

Meinung:
So ein wunderschönes, schmerzliches und aufmunterndendes Buch über einen großartigen Jungen, der es absolut nicht leicht hat, der viel einstecken muss, sich verkriechen möchte und doch aufsteht und lernt das Leben zu erkunden, stark zu sein, Normalität zu leben, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Ich habe „Wunder“ bereits vor einiger Zeit im Buchhandel begonnen. Damals bin ich ungefähr bis Seite 80 gekommen und der kleine August hat mich einfach nicht mehr los gelassen. Nun, da ich im Besitz dieses „Wunder(s)“ bin, konnte ich mich nochmal in August Welt hinein lesen und endlich endlich erfahren, wie sich August in der Schule – im Leben macht.

August hat es von Anfang an nicht leicht, aber er hat etwas ganz wichtiges – eine Familie, die ihn bedingungslos liebt und die ihm zeigt, wie „schön“ er ist.
August möchte nicht gesehen werden. Zu schmerzlich sind die Blicke und die Kommentare. Bisher hat seine Mutter seinem Wunsch entsprochen. Sie hat ihr Leben für August umgekrempelt und unterrichtet ihn zu Hause. Dass sie ihrem Sohn damit langfristig keinen Gefallen tut, bemerkte sie wohl und entschied sich mit ihrem Mann, August endlich – wie jedes Kind – in die Schule zu schicken. Diese Entscheidung ist nicht nur für August schwer und wird mehr als einmal hinterfragt. Seine ältere Schwester Via schottet sich indes immer mehr ab.
Kämpfen und Durchhalten ist hier die Divise. Das ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich! 

Ich habe August sofort in mein Herz geschlossen. Sein trockener Humor und die Art, seine Gefühle und sein Denken auszudrücken ist faszinierend. Auch er hat momente, in denen man in einfach kurz durchschütteln möchte, weil er dann nur sein Leid vor Augen hat. Aber man muss bedenken, dass er erst 10 Jahre alt ist und dass er in diesen jungen Jahren soviel leid erfahren musste, wie manch andere in seinem ganzen Leben nicht.

August Eltern sind einfach super. Solche Eltern wünsche ich jedem Kind! Was die beiden alles mittragen müssen, es August aber niemals vorhalten und ihn lieben. Ihn, ihren wunderbaren, wunderschönen Jungen.

Via bleibt dabei ein wenig auf der Strecke und ich kann verstehen, dass sie sich immer mehr zurück zieht. Auch wenn sie das Glück hat, gesund zu sein und ein Leben in „Freiheit“ zu führen, Freundschaften zu knüpfen, sollte man nicht außer Acht lassen, dass bei ihr nicht immer alles gut laufen muss und auch sie Zuwendung braucht.

Ein sehr bewegendes Buch, dass ein ernstes Thema behandelt, bei dem das Lachen aber auch nicht auf der Strecke bleibt.
Dadurch, dass die Charaktere abwechselnd die Erzähler sind, bekommt man einen noch intensiveren Eindruck und schließt nicht nur Auggie ins Herz.

Man lernt nie aus – auch emotinal nicht.

Fazit:
Mit „Wunder“ ist Raquel J. Palacio ein wunderschönes, einfühlsames Jugendbuch gelungen, dass sich jeder zu Herzen nehmen sollte. Wunder hat mich bereichert und vielleit lehrt es einigen, was wirkliche Schönheit und auch Freundschaft bedeutet.
Eine eindeutige Leseempfehlung für jung und alt!
Leseratte_5_Punkte

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