Schattenflügel – Kathrin Lange

Inhalt:
„Als Kim den mysteriösen Lukas kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er der Freund ihrer älteren Schwester Nina war, die man vor zwei Jahre tot aufgefunden hat – mit einer schillernden Libelle auf dem Gesicht. Kim verliebt sich in ihn, auch wenn sie immer wieder zweifelt, ob sie ihm trauen kann. Gerade als sie beginnt, sich auf ihn einzulassen, verschwindet erneut ein Mädchen“

Meine Meinung:
Der Klappentext enthält leider schon zuviel Information. Es gibt Dinge Preis, die man eigentlich erst im Verlauf des Buches erfahren sollte.
Somit ist die Anfangsspannung ein bisschen gedrückt. Das heißt nicht, dass „Schattenflügel“ nicht spannend ist, doch hätte ich auch gerne miträtseln können, wer Nina ist und auch erst später erfahren, dass Lukas ihr Freund war.

Durch Ninas tragischen Tod und die Bedeutung der Libelle, bekommt Kim regelmäßig Panikattacken, wenn sie Libellen (und sei es nur ein Ohrring) sieht. Ihre Mutter hat ihren Biolehrer oftmals gebeten, eben dieses Tier von der Wand zu nehmen. Da Ninas Tod jedoch noch nicht aufgeklärt ist, muss der Teil mit der Libelle geheim bleiben und so kommt der Lehrer der Bitte nicht nach.
Zudem macht sie sich riesengroße Vorwürfe. Durch ihr merkwürdig, zurückgezogenes Verhalten wird sie von ihren Mitschülern als Freak Tituliert. Statt Verständnis erntet sie dort leider nur Spott. Das ändert sich, als Lukas in ihr Leben tritt. Kim weiß nichts zu seiner Verbindung zu Nina und verliebt sich in ihn. Auch er hat keinen guten Standpunkt an der Schule. Er wird zwar von einigen Damen angehimmelt, doch sind auch einige Gerüchte im Umlauf. Dadurch, dass er 2 Jahre die Schule nicht besucht hat, wird gemunkelt, dass er im Gefängnis saß.
Man sieht mal wieder sehr gut, wie gut das Schubladendenken funktioniert. Hinter die Fassade möchte keiner schauen.
Ich finde, dass Kathrin Lange die beiden Charaktere sehr gut ausgearbeitet hat. Die traumatisierte, verletzte und doch auch starke Kim, die sich eine schützende Mauer aufgebaut hat, hinter die erst Lukas schauen darf. Und der geheimnisvolle, teilweise kontrollierte und dann doch wieder agressive, faszinierend, einfühlsame Lukas.
Auch Kims Mutter, von der wir Anfangs nur lesen, weil sie in einer Rehaklinik ist und Kims Stiefvater, der in der Zeit auf sie aufpasst, sind detailliert beschrieben.
Besonders gut hat mir gefallen, dass man sich niemals etwas sicher sein kann und am Ende auch noch sehr überrascht werden kann.

Fazit:
Ein weiterer spannende Jugendthriller aus dem Arena-Verlag, den man in einem Rutsch lesen kann, ohne die Spannung zu verlieren
Leseratte_4_Punkte

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