Frevel im Beinhaus – Petra Schier

Buchdeckel „Frevel im Beinhaus“
Inhalt:
„Wenn die Knochen sprechen.

Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben. Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet …

Neugierig und furchtlos:
Apothekerin Adelina geht wieder auf Mörderjagd.

Eigentlich könnte das Leben von Adelina und Neklas nicht besser laufen. Sie ist mit ihrem zweiten Kind schwanger und die beiden lieben sich wirklich, was für damalige Ehen absolut nicht die Norm war. Sie haben ein großes Haus mit Familie und Angestellten, die sie sehr schätzen.
Nachdem ein Knochenraub bekannt wurde, wurde in ihrem Abort ein Leiche der schwangeren Schusterfrau gefunden. Da ein Teil von Neklas Messerschneide dabei gefunden wird, wird er vorerst verhaftet. Im soll der Prozess gemacht werden. Adelina ist überzeugt von Neklas Unschuld und versucht alles, ihren Mann dort rauszuholen. Das Problem ist, dass sie und ihr ganzer Haushalt unter Arrest stehen. Adelina gibt trotzdem nicht auf und versucht furchtlos ihrem Gatten zu helfen. Auch ihre eigene Sicherheit setzt sie damit aufs Spiel…

Meinung:
„Frevel im Beinhaus“ ist der 4. Band um die Apothekerin Adelina. Ich habe bisher keins der Bücher gelesen und habe trotzdem leicht und ohne Lücken in die Geschichte gefunden. Historische Romane sind eigentlich nicht mein übliches Leseschema, doch ich war von Anfang an gefesselt. Ich fand es sehr gut, dass es nicht einfach nur um trockene historische Ereignisse ging. Für mich persönlich war es auch schön, Köln von seiner damaligen Seite kennenzulernen.
Es hat mich sehr berührt, wie der ganze Hausstand zueinander steht. Ihre „Untergebenen“ werden nicht als solche behandelt sondern sind fest in die Familie integriert.
Adelina ist stur und furchtlos und bringt damit sich und ihr ungeborenes Kind in Gefahr, was einerseits unverantwortlich ist, auf der anderen Seite die Geschichte aber erst zum Leben erweckt.

Der Schreibstil von Petra Schier hat mir sehr gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich mich von dem Buch nicht mehr losreißen konnte. Ich bin sogar sehr gespannt, wie es mit Adelina und ihrer Familie weiter geht.

Fazit
Ein rundum gelungener historischer Roman, der selbst Lesern, die dieses Genre gerne auslassen, nicht loslassen kann, weil man nicht einfach mit geschichtlichen Fakten bombadiert wird, sondern es vorrangig wirklich um die Geschichte an sich geht.
Ich kann es nur weiter empfehlen und verteile dafür die volle Punktzahl
Leseratte_5_Punkte

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