Ugly – Pretty – Special, Band 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

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Inhalt:„Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl …“

Prettyville und Uglyville. Die Uglys warten auf ihren 16 Geburtstag, damit sie, durch eine Operation hübsch gemacht werden und nach Prettyville umziehen können.
Nachdem Tallys bester Freund Peris zum Pretty wurde, fühlt sie sich sehr alleine und sehnt sich ihren 16. Geburtstag herbei. Sie möchte endlich hübsch werden und wieder bei Peris sein.
Nach einem verbotenem Ausflug nach Prettyville lernt sie Shay kennen. Die beiden Freunden sich schnell an und haben viel Spaß miteinander. Tally träumt nach wie vor von ihrer Op zur Pretty. Sie und Shay haben auch noch am gleichen Tag Geburtstag und würden somit gemeinsam operiert.
Doch Shay hat andere pläne. Sie will sich nicht operieren lassen. Sie will frei und eigenbestimmt sein. Ein paar ihrer Freunde sind vor ihrem 16. Geburtstag nach Smoke geflohen. Tally hat zuerst gekniffen, zieht jetzt aber nach. Mit dem Versprechen, nichts zu verraten, hinterlässt sie Tally eine verschlüsselte Nachricht, welche sie nach Smoke führen wird.
Tally kann absolut nicht verstehen, wie man nicht hübsch sein möchte. Sie freut sich so sehr auf ihren 16. Geburtstag und wird bitter enttäuscht. Bevor die Prettys sie operieren, soll sie Shay und die anderen Smokebewohner verraten. Sie wird mit einem Peilsender nach Smoke geschickt und soll diesen aktivieren, wenn sie angekommen ist.
Nach einer abenteuerlichen Reise erreicht sie Smoke. Anfangs ist sie noch sehr geschockt von der Lebensweise, doch sie gewöhnt sich ein und vernichtet den Peilsender. Was dann geschieht, hätte keiner geahnt….

Meinung:
Ich habe noch nicht viele Dystopien gelesen und war mir nicht ganz sicher, ob dieses Genre etwas für mich ist und vielleicht auf die Dauer langweilig werden könnte. Zu Beginn des Buches wurde mir diese Angst auch noch nicht genommen. Ich war anfangs eher genervt. Uglys, die nur dafür leben, an ihrem 16. Geburtstag zu Prettys zu werden. Schöhnheitswahn hier bin ich. Und das soll gut als Jugendbuch sein?
Ich und meine Vorurteile 🙂 ich habe weitergelesen und habe meine Anfangsgedanken über Bord geworfen.
Die kleine naive Tally habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Ihr Weg hat mir nicht gefallen und ich fand es sehr hinterhälltig, dass sie ihre Freundin verraten will, nur um schön zu werden. Wo sind da die richtigen Ideale? Aber kann man ihr einen Vorwurf machen? Es wurde ihr von kleinauf eingetrichtert, dass Uglys nur dafür leben sollten, um zu Prettys zu werden. Den Uglys wurde weißgemacht, dass sie hässlich sind und die Pretty wunderschön und ein schönes unbeschwertes Leben haben. Ist es da verwerflich, dass sie hin und her gerissen ist?
Umso schöner ist es, dass sie sich an Smoke und dessen Bewohner gewöhnt und ihre Einstellung ändert. Dass es am Ende anders kommt, als sie wollte, kann ihr keiner zum Vorwurf machen.
Bei der Rebellien Shay war es umgekehrt. Sie hat mich von Anfang an fasziniert. Sich nicht in die Gesellschaftsvorstellungen pressen lassen. Eigene Vorstellungen haben und dafür kämpfen. Mutig. In der Entwicklung der Geschichte, habe ich aber meinen Bezug zu ihr verloren.
Ich könnte noch so viel schreiben, aber ich möchte nicht zuviel weg nehmen.
Diese Dystophie hat mich echt gefesselt. Ich habe mitgelitten und mitgefühlt. 
Ein sehr gelungener Auftakt. Mich freut es sehr, dass es nicht darum ging, wie Tally als Pretty lebt, sondern darum, wie man Ausbricht, wie man seine Meinung ändern kann, wie man feststellt, dass Ugly vielleicht doch nicht unbedingt hässlich bedeutet.

Fazit:
Ich bin gespannt auf den 2. Teil, den ich auch bald als Wanderbuch bekomme. Eine lesenswerte Dystophie, die hoffentlich einige zum Nachdenken bringt. Was ist eigentlich hässlich und was ist schön? Wer bestimmt das?
Macht euch mal eure eignen Gedanken dazu und lasst euch von niemandem in eine Schublade drängen.

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2 Gedanken zu „Ugly – Pretty – Special, Band 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

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