Der Meister – Tess Gerritsen

Tess  Gerritsen - Der Meister
Inhalt:

„Ein heißer Sommer in Boston.
Detective Jane Rizzoli wird in ein Villenviertel gerufen, wo sie die Leiche des Arztes Richard Yeager vorfindet. Die kriminaltechnische Untersuchung ergibt, dass Gail Yeager vor den Augen ihres Mannes vergewaltigt wurde, bevor ihm die Kehle durchgeschnitten wurde.
Und Gail Yeager ist verschwunden.
Das perverse Arrangement des Mordes ruft in Jane quälende Erinnerungen wach. Erst vor einem Jahr hat sie einen psychopatischen Serienkiller verhaftet – nachdem sie ihm beinahe selbst zum Opfer gefallen wäre. Und plötzlich stellt Jane entsetzt fest, dass sie auch diesmal immer mehr ins Zentrum des Geschehens rückt…“

Der zweite Fall für Detective Jane Rizzoli. Im ersten Fall machte sie Jagd auf „den Chriurgen“. Er wurde zwar letztendlich gefasst, doch musste Jane bitter dafür bezahlen. Die wulstigen Narben an ihren Hände erinnern sie immer noch an die physischen Verletzungen, die sie damals davon getragen hat. Die psychsichen Verletzungen sind jedoch viel schlimmer. Noch immer leidet sie unter Alpträumen. Auch in ihrer Wohnung fühlt sie sich erst sicher, wenn sie die Türe verrigelt hat und mit ihrer Waffe in der Hand jedes Zimmer durchsucht hat. Erst dann kann sie ansatzweise zur Ruhe kommen. Nach aussen hin, besonders den männlichen Kollegen gegenüber, zeigt sie sich Stark, doch wie lange kann sie diese Fassade aufrecht erhalten?
Ein Jahr später wird sie zu einem Fall hinzugezogen, der verblüffende Parallelen zu der Vorgehensweise des Chirurgen zeigt. Sie finden einen Mann mit durchgeschnittener Kehle vor. Von seiner Frau fehlt jede Spur. Nach ersten Untersuchungen stellen Jane und ihr Team fest, dass der Mann gefesselt beobachten musste, wie der Täter seine Frau vergewaltigt hat, bevor er ermordet wurde. Im Schlafzimmer finden sie wieder – wie im Fall des Chirurgen – ein sauber zusammengefalltetes Nachthemd. Doch Warren Hoyt sitzt doch in Haft, oder?
Einige Tage später entdecken sie die Leiche von Gail Yeager in einem abgelegendem Waldstück und stoßen noch auf weitere Fälle. Das erschreckende: Der Täter hat sich auch noch nach deren Tod an den Frauen vergangen.
In die Ermittlungen mischt sich Gabriel Dean vom FBI, was Jane alles andere als erfreut, zumal er mehr zu wissen scheint, als er preisgibt.
Zusammen begeben sie sich auf eine Jagd, die Jane an ihre Grenzen bringt. Denn: Der Chirurg ist mittlerweile aus dem Hochsicherheitsgefängnis entkommen und scheint einen bewunderer und helfer zu haben.

Meinung:
„Der Meister“ ist eine sehr spannende Fortsetzung von „Die Chirurgin“ und ist gewiss nichts für Leser mit schwachen Nerven. Da Tess Gerritsen medizinische Vorkenntnisse hat, werden auch die Obduktionen detailliert beschrieben. Ergo auch nicht für Leser mit empfindlichen Magen.
Da mir die Chirurgin auch sehr gefallen hat, habe ich große Erwartungen in das Buch gesteckt und wurde definitiv nicht enttäuscht. Spannung, Gefühl und Nervenkitzel pur!
Mir hat es sehr gefallen, dass es nicht zwei getrennte Fälle waren, sondern dieser Fall in den anderen über ging und man sehen konnte, wie es mit Warren Hoyt weiter ging.
Zwischendrin gab es Einblicke in seine Gedanken, was ich sehr interessant, aber auch erschreckend abstoßend fand. Wie krank kann ein Mensch nur sein?
Mit Jane habe ich sehr mitgefühlt. Wie schwer muss es sein, nach aussen hin immer die Starke zu mimen, innerlich aber nicht von der Opferhaltung loslassen zu können? Es ist bewundernswert, wie sie trotz allem weiter macht. Auch wenn ich mir für die Person an sich gewünscht hätte, dass sie Hilfe in Anspruch nimmt und nicht alles alleine tragen muss.

Fazit:
Auch der zweite Fall für Jane Rizzoli hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Ich brauche zwar jetzt erstmal wieder ein Buch, was nicht so heftig ist, doch werde ich mir den 3. Fall auch gleich zulegen!

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