Sommer unseres Lebens – Kirsten Wulf

Den „Sommer unseres Lebens“ erlebten Hanne, Claude und Miriam vor 25 Jahren. Die drei jungen Frauen, die unterschiedlicher gar nicht sein konnten, haben sich aus unterschiedlichen Gründen für einen Sommer fernab der Heimat und der dortigen Probleme entschieden.
Hanne, die damals in einer Beziehung mit Jens war, der in seinem Jurastudium sehr viel Stress hatte, meldete sich auf Empfehlung ihres Mitbewohners bei einer Mitfahrgelegenheit nach Portugal an. So traff sie auf die Feministen Miriam, die die Portugalreise ursprünglich für eine Seminararbeit nutzen wollte. Claude, die per Anhalter ihrem Alltagsstress entfliehen wollte, sammelten sie kurzerhand mit ein.
Obwohl die 3 Frauen so unterschiedlich waren, hatten sie vor 25 Jahren einen wunderbaren Sommer, in dem sie sich versprachen, sich in 25 Jahren genau dort wieder zu treffen.
Sie feierten damals nämlich ihren gemeinsamen 25 Geburtstag und wollten dies mit 50 wiederholen.

Mittlerweile sind also 25 Jahre vergangen und die alleinerziehende Hanne hat dieses Versprechen nicht vergessen und setzt alle Hebel in Bewegung, um die beiden anderen an dieses Versprechen zu erinnern und sie zu der erneuten Reise zu bringen.
Miriam ist mittlerweile auch Mutter, Verheiratet und eine erfolgreiche Karrierefrau. Claude hingegen, die immer Musikerin werden wollte, führt nun das ehemalige Lokal ihrer Eltern. Beide Frauen sind nicht begeistert davon, einem „Kleine-Mädchen-Traum“ hinterherzujagen. Es bedarf viel Überredenskunst von Hanne, dass sich die 3 tatsächlich (unabhängig voneinander auf die erneute Reise nach Portugal machen.

Doch das Widersehen verläuft nicht so, wie es sich Hanne erhofft hatte. Die 3 Frauen haben sich sehr voneinander entfernt und nach und nach kommen Geheimnisse zum Vorschein, die eine erneute Annäherung zu vernichten drohen.

Ich bin froh, dass ich das Buch im Urlaub gelesen habe, sonst hätte ich so massives Fernweh bekommen, dass ich mich nicht richtig auf die Geschichte hätte konzentrieren können.
Kirsten Wulf beschreibt die Orte in Portugal so genau, dass man als Leser das Gefühl hat, selbst dabei zu sein. Auch die Beziehung und die Gefühle der drei Frauen bringt sie super herüber.

Dadurch dass sie zwischen den beiden Zeiten (vor 25 Jahren und jetzt) wechselt, entfädeln sich die Geheimnisse nach und nach. Ab und an merkt man erst nach ein paar Zeilen, dass sie jetzt in der andren Zeit schreibt und muss sich so seine Gedanken etwas entwirren. Das mag für manch einen nicht so angenehm sein, ich fand es aber sehr reizend, dass man sich dadurch Gedanken machte, die man aber schnell wieder fallen lassen konnte, um sich wiederum andere Gedanken zu machen, um hinter die Geheimnisse der 3 Frauen zu kommen.

Ich habe das Buch im Urlaub an einem Tag durchgelesen, da es nicht sonderlich dick ist und ich einfach so eine Sympathie für die 3 entwickelt habe, dass ich einfach wissen wollte, ob sie es nun schaffen, ihren gemeinsamen 50. zusammen zu feiern, oder ob sie durch die verschiedenen Lebensstile und die Geheimnisse keine Chance mehr dazu bekommen.

Eine absolute Leseempfehlung (insbesondere in der Urlaubszeit) von mir.

Leseratte_4_Punkte

(das Exemplar habe ich bei Vorablesen bekommen und das Buch ist daher erst am 17.08. erhältlich)

 

Monatsrückblicke, die sich auf Jahresrückblicke ausweiten

Wow, mir wird gerade bewusst, wie sehr (wie lange) ich meinen Block fast auf Eis liegen hatte. Mein letzter Monatsrückblick war von März 2016. Das ist schon bitter. Ich vermisse meinen Block, das viele Lesen und das Rezensieren, aber die Uni hat nun leider Vorrang.

Ich versuche trotzdem mal einen kleinen Rückblick (bis Mai 2017 nur vom Gelesenen):

April 2016:
Splitterherz – Bettina Belitz
Das Mädchen ohne Gesicht – Tami Hoag
Succubus Blues – Richelle Mead

Mai 2016:
Du hast mich krank gemacht – Julie Gregory

Juni 2016:
Fallen Angels 3: Der Rebell – J.R. Ward

Juli 2016:
Effortless: Einfach verliebt (Thoughless 2) – S.C. Stephens
Das Lavendelzimmer – Nina George

August 2016:
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Joachim Meyerhoff
Der Menschenmacher – Cody Mc Caiden

September 2016:
Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid – Fredrik Backmann
Scherbenpark – Alina Bronsky

Oktober 2016:
Glück, ich sehe dich anders: Mit behinderten Kindern leben – Melanie Ahrens
Careless: Ewig verbunden (Thoughless 3) – S.C. Stephens
Herz aus Jazz – Sara Lövestam
Der goldene Käfig: Das Rätsel der Magersucht – Hilde Bruch

November 2016:
Fremd-Körper – Gesa Herbst
Der Medicus – Noah Gordon
Der Augenjäger – Sebastian Fitzek
Ich schweige für dich – Harlan Coben
Das Ikarus-Projekt: Im Zwielicht Jackie Kessler und Caitlin Kittredge
Nur dein Leben – Peter James
Touched: Der Preis der Unsterblichkeit – Corrine Jackson
Blood Lily Chronicles: Erwachen – Julie Kenner
Gefangene der Angst – Dana Kilborne
Er kommt näher – RP Gates

Dezember 2016:
Dr. Mambuses letztes Spiel – Norbert Jacques
Die Tage in Paris – Jojo Moyes

Januar 2017:
Artikel 5 – Kristen Simmons
Dein Vater, mein Feind: Der Kampf einer Mutter um ihr entführtes Kind – Louise Monaghan
Das Geheimnis von Ella und Micha – Jessica Sorensen

Februar 2017:
Die Entscheidung – Charlotte Link
Blood Lily Chronicles 2: Zerissen –  Julie Kenner
Die Puppenmacherin – Max Bentow
Breathless 2: Geheime Lust – Maya Banks
Das Sehnen der Nacht – Lara Adrian
Der Circle – Dave Eggers
Im Herzen die Sünde – Lisa Unger

März 2017:
Splitterherz: Scherbenmond – Bettina Belitz
Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel – Holly-Jane Rahlens
Edens Asche – Monika De Giorgi

April 2017:
Nightschool 2: Der den Zweifel sät – C.J. Daugherty
Alle toten fliegen hoch: Amerika – Joachim Meyerhoff

Mai 2017:
Die philosophische Hintertreppe – Wilhelm Weischedel
Wenn das Eis zerbricht – Camilla Grebe
Die Jury – John Grisham
Das Rosie-Projekt – Graeme Simsion

Wenn das Eis zerbricht habe ich bei Vorablesen gewonnen.

Rezensiert: Wenn das Eis bricht

Gekauft (Mängelexeplare):
Bitterzart – Gabrielle Zevin
Mädchen für Alles – Charlotte Roche
ShadowDwellers 2: Magnus – Jacquelyn Frank

Wenn das Eis bricht

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Grebe_CWenn_das_Eis_bricht_180385.jpg

 

Nachdem ich die Leseprobe von dem Schwedenkrimi „Wenn das Eis bricht“ gelesen und das Buch (inklusive Cover) in den Händen gehalten habe, habe ich mich total auf ein schönes, spannendes und auch schauriges Leseerlebnis gefreut.
Und wie man an den Sternen erkennen kann, hat mich die Autorin Camilla Grebe nicht enttäuscht.

Der Leser wird sofort in die Geschichte hinein katapultiert. Das Buch beginnt nämlich am mit der bestialischen Tat; zumindest mit ihrem Ergebnis – dem Fund der Leiche. Genauer ausgedrückt ist das erste was man erfährt, dass der abgetrennte Kopf einer Frau das erste „Fundstück“ ist. Er wurde so aufgestellt, dass der Finder mit betreten der Wohnung direkt in das Gesicht schaut.
Schauplatz ist die Wohnung von Jesper Orre, einem skrupellosen Geschäftsmann, der nicht aufzufinden ist.

Mit dem Fall beschäftigt sich ein Ermittlerteam rund Peter Lindgren. Da es 10 Jahre zuvor einen ähnlichen Fall gab, wird die einstige Kriminalpsychologin Hanne mit ins Boot geholt. Dass Peter und Hanne eine schwierige gemeinsame Vergangenheit haben und dass Hanne den Fall trotz einer Alzheimerdiagnose annimmt, macht das unterfangen nicht einfacher.

Das Buch untergliedert sich in drei Erzählperspektiven (Peter, Hanne und Emma), die der Leser abwechselnd durchläuft. Durch Peters und Hannes Erzählungen kriegt der Leser Einblick in die Ermittlungen und in ihre eigenen Gefühlswelten, dadurch wird nicht nur immer wieder die Spannung aufgebaut, sondern der Leser hat die Möglichkeiten, Sympathien für die beiden aufzubauen, was für mich zu einem gelungendem Leseerlebnis dazu gehört.
Emmas „Erzählung“ beginnt 2 Monate vor dem Mord und arbeitet sich zu diesem hin. Es gibt also viele Rückblenden, durch die der Leser in die Vergangenheit der Charakter eintaucht. Die Vergangenheit ist für das Verständnis wichtig, verwirrt aber auch zunehmend. Diese Verwirrung mag für manch einen nicht das Richtige sein, ich liebe es jedoch, dass dadurch bis zum Ende Spannung erzeugt wird und ich mich auf dem ein oder anderem Irrweg wiederfinde.

Von meiner Seite gibt es eine eindeutige Lese-Empfehlung für die Bücherwürmer, die gerne in schaurige Mordermittlungen eintauchen, aber auch die Ermittler näher kennen – und vielleicht sogar lieben lernen wollen.

Leseratte_5_Punkte

 

Monatsrückblick März 2016

Gelesen:
Die Unzerbrechliche – Michelle Knight
Dr. Mambuse: Der Spieler – Norbert Jacques
Fallen Angels: Der Dämon – J.R. Ward

Gekauft:
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Joachim Meyerhoff
Dein Vater, mein Feind – Louise Monaghan
Scherbenpark – Alina Bronsky
Das Lavendelzimmer – Nina George
Nur dein Leben – Peter James

Ausgeliehen (Stadtbibliothek):
Stirb, mein Prinz -Tania Carver
Das Mädchen ohne Gesicht – Tami Hoag
Sie muss sterben – Susan Crawford
Schwesterherz – Felix Francis

Gefunden (an der Bushaltestelle):
Das Lavendelzimmer – Nina George

Rückblick Februar 2016

Bis auf den kurzen Novemberrückblick ist es jetzt genau ein halbes Jahr her, seitdem ich wirklich geblogt habe. Ich denke oft an den Blog und finde es sehr schade, wie sich hier alles verläuft. Aber der Grund ist ein durchaus positiver. Ich bin mittlerweile im 4. Semester und habe alle Hände voll mit den Studienarbeiten, Referaten, kleineren Arbeiten und Prüfungen zu tun.
Da muss das lesen (zumindest von nicht-Fachliteratur) leider zurück stecken. Nichts desto trotz, vermisse ich es und habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich den Blog spätestens im Sommer wieder zum laufen kriege. Da habe ich dann Semesterferien und wenn ich alles schaffe, was ich mir vornehme und dieses Semester richtig durchacker, dann hab ich nach den Prüfungen im Juli auch wirklich frei.

Ob ich bis dahin zum Rezensieren komme, weiß ich nicht, ich möchte aber wenigstens wieder mit Monatsrückblicken starten.
Im Januar habe ich sage und schreibe 0 Bücher gelesen, da Prüfungen waren und ich mir das einfach nicht erlauben konnte.
Daher starte ich jetzt auch mit dem Februarrückblick.

Gelesen:
Elfenblick – Kathrin Lankers
Er ist wieder da – Timur Vermes
Die Suppenkasperin – Andrea Graf
Schneewitchen muss sterben – Nele Neuhaus

Gekauft: (Sammelbestellung bei Arvelle)
Meridian: Dunkle Umarmung – Amber Kizer
Erwachen: Blood Lily Chronicles
Jetzt – Morris Gleitzman
Die Erbin der Welt – N.K. Jemisin
Dark Mission: Fegefeuer – Karina Cooper
Geküsst – P.C. Cast
Dhampir: Halbblut – Barb & J.C. Hendee
Shadow Guard: So still die Nacht – Kim Lenox
Succubus Blues: Komm ihr nicht zu nah – Richelle Mead
Succubus on Top: Ihr Kuss ist tödlich – Richelle Mead
Succubus Dreams: Verlangen ist ihre schärfste Waffe – Richelle Mead
Succubus Heat: Heißer wird’s nicht – Richelle Mead

Zertrennlich – Saskia Sarginson

Zertrennlich

Inhalt:
„Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen.
Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?“

Die eineiigen Zwillinge Isolte und Viola wachsen mit ihrer Hippiemutter inmitten der Natur als Selbstversorger auf. Die beiden Mädchen sind unzertrennbar, sie haben sich selbst und das scheint ihnen zu genügen, bis sie Michael und John, ebenfalls Zwillinge, kennen lernen. Die vier verbringen soviel Zeit sie können, im Wald, miteinander. Die Anfangs unbekümmerte Freundschaft wird immer schwieriger.
Ihre Mutter, die sich sonst um nichts gekümmert hat uns sich in den Alkohol flüchtete, lernt plötzlich einen Mann kennen, der ihr Leben auf den Kopf krempelt. Plötzlich müssen sich Viola und Isolte umschauen und können nicht mehr so unbekümmert wie vorher sein. Ausserdem haben sie jetzt immer öfters die kleine Tochter dieses Mannes am Hals, was ihnen gar nicht passt. Sie wollen ihr altes Leben zurück. Das Leben, indem sie ihrer Mutter genügten, in dem sie nur sie drei waren.
An diesem Gedanken halten sie fest, bis eines Abend ein Unglück passiert, dass die beiden meilenweit voneinander trennt.
Jahre später liegt die schwer untergewichtige und lebensmüde Viola in einem psychiatrischen Krankenhaus, während die lebenshungrige Isolte als erfolgreiche Modejournalistin arbeitet.
Doch auch ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie ihren Job verliert.
Infolgedessen beginnt eine Reise zu den Wurzeln ihrer Kindheit. 

Meine Meinung:
Eine Urlaubslektüre die ich an einem halben Tag gelesen habe. Sonne, Strand und ein Bucht, dass sich flüssig lesen lässt.
Violas und Isoltes Leben wird in zwei verschiedenen Zeiten erzählt. Es kommen immer wieder lange Vergangenheitsrückblenden, die so nach und nach kleinerer „Aha-momente“ verschaffen.
Isolte und Viola hatte weißgott keinen einfachen Lebensstart und doch haben sie sich zusammen eine wunderbare Kindheit geschaffen. Davon ist in der Gegenwart leider nicht mehr viel übrig und die beiden Zwillinge entfernen sich immer mehr.
Ich muss sagen, dass ich zu Viola keine Verbindung aufbauen konnte oder wollte. Dieses Aufgeben hat mich einfach nur sauer gemacht.
Viel lieber habe ich die lebensfrohe Isolte begleitet. Bei ihr konnte ich Kummer und Sorgen viel besser nachempfinden. Das Leben hat mir einfach besser gefallen als das Aufgeben.
Erst gegen Ende konnte ich mich auch für Viola erwärmen.
Eine schwierige Thematik in einem Jugendbuch verpackt.
Ich kann gar nicht recht sagen wieso, aber es war „schön“ zu lesen, mehr aber auch nicht.

Fazit:
Ganz nett, mehr aber auch leider nicht

Leseratte_3_Punkte